Um ihre Zukunft müssen sich männliche Nationalspieler keine Sorgen machen. Mit Millionengehältern haben sie meist schon während der Karriere längst ausgesorgt.
Anders sieht das bei den DFB-Frauen aus. Jule Brand (22) ist mit 600.000 Euro im Jahr (Olympique Lyon) Topverdienerin – und die Schere ist groß. Platz zwei belegen, mit ordentlich Abstand, Sydney Lohmann (25/Man City) und Klara Bühl (24/FC Bayern/je 300.000), Schlusslichter Carlotta Wamser (21, Leverkusen) und Giovanna Hoffmann (26, RB Leipzig) verdienen je rund 70.000 Euro pro Jahr.
Den Frauen bleibt somit nichts anderes übrig, als sich um das Thema Zukunftsvorsorge zu kümmern. Wie geht es nach dem Fußball weiter? Im Gespräch mit BILD verraten einige der Stars, wie sie über die finanzielle Vorbereitung auf das Leben „danach“ denken.
DFB-Star über Teamkollegin: „SIE ist bereit, verkuppelt zu werden“
Selina Cerci (25)
„Ich lege mein Geld gut an und werde professionell beraten. Da bin ich in guten Händen. Man sollte sich immer absichern, es kann schnell vorbei sein. Deshalb möchte ich mich nicht nur auf den Fußball verlassen, sondern für die Zukunft vorbauen.“
Kathy Hendrich (33)
„Ich habe Bildungswissenschaften studiert und muss noch die Bachelorarbeit schreiben. Das schiebe ich ein bisschen vor mir her. Ansonsten lege ich mein Geld an und investiere in verschiedenen Bereichen, die ich bewusst weit gestreut habe.“
Jule Brand (22)
„Meine Eltern unterstützen mich bei der Verwaltung meiner Finanzen und behalten dabei den Überblick. Ich fange jetzt an, zu studieren. Ich wollte mich während der EM bewerben. Und jetzt habe ich es ausgesprochen und muss es auch durchziehen. Ich möchte Sportwissenschaften an der Fernuni studieren.“
Sjoeke Nüsken (24)
„Darüber mache ich mir auf jeden Fall Gedanken. Ich weiß noch nicht, in welche Richtung es geht. Es kann gut sein, dass es im Fußball bleibt. Es ist gut, dass ich abgesichert bin und einen Abschluss in der Tasche habe. Ein zweites Standbein ist wichtig. Man weiß nicht, was in der Karriere passiert.“
Zur Info: Die Vizekapitänin hat Bauingenieurwesen studiert.
DFB-Star Selina Cerci zeigt, wie es geht: Einen Sport-Zopf perfekt flechten
Ann-Katrin Berger (34)
„Ich spiele Fußball nicht für das Geld, sondern weil es mir Spaß macht. Jeder vergleicht Männer mit Frauen, und unser Ziel ist, dass wir auch irgendwann nach einer Karriere finanziell gut abgesichert sind. Darauf können wir hinarbeiten, aber es wird ein langer Weg.“