Der mutmaßliche Täter ist erst 18 Jahre alt. Bislang gibt es keine Verbindung zwischen den Opfern und ihm.
Rückblick: Eine 19-Jährige war in den frühen Morgenstunden des 1. Juni auf der Schwarzmeerstraße im Lichtenberger Stadtteil Friedrichsfelde unvermittelt von einem Unbekannten 100 Meter von ihrer Wohnung entfernt mit einem Messer angegriffen und lebensgefährlich verletzt worden. Ihre sie begleitende Mutter wurde ebenfalls schwer verletzt.
Zwei zufällig vorbeikommende Polizisten außer Dienst griffen ein, doch der Täter entkam. Es gab eine Beschreibung, der Täter nannte sich selbst Brian. Die beiden Opfer konnten mittlerweile aus der Klinik entlassen werden.
Fahndung nach Messerstecher mit Phantombild
Seit dem 5. Juni wurde mit einem Phantombild nach dem Unbekannten gesucht, tatsächlich geriet wenig später ein Mann mit ähnlichem Aussehen nach einem Bürgerhinweis kurzzeitig ins Visier der Ermittler. Er wurde überprüft, eine Durchsuchung seiner Räume fand nicht statt – der 35-jährige Brian G. war unschuldig.
Nun ist den Ermittlern der Mordkommission offenbar der Durchbruch gelungen. In der Nacht zu Freitag hatte es einen gezielten Zugriff gegeben, bei dem der Verdächtige festgenommen werden konnte. Demnach gab es Videoaufnahmen zu dem 18-Jährigen, man kam auf seine Spur. Doch auf eben diesen Aufnahmen sah er nicht aus wie auf dem Foto seines Personalausweises.
Die Beamten der Mordkommission suchten ihn dennoch am Donnerstag gegen 22 Uhr in seiner Spandauer Wohnung auf. Als sie ihn persönlich sahen, wurde ihnen klar: Das ist der Gesuchte.
Nach BILD-Informationen brach der Mann zusammen und räumte die Tat ein. Was ihn in den Nachtstunden des 1. Juni von Spandau nach Friedrichsfelde getrieben hat und warum er sich die beiden Frauen als Opfer aussuchte, wird jetzt ermittelt.