An der UCLA war es im vergangenen Jahr zu teils gewaltsamen Protesten gegen Israel gekommen: Im Mai 2024 mussten zeitweise alle Vorlesungen abgesagt werden, die Polizei räumte ein Camp von Israel-Hassern. Jüdische Studenten lebten in Angst vor gewalttätigen Hamas-Unterstützern. Eine Medizinstudentin mit Israel-Fahne wurde bewusstlos geprügelt.
Trump wirft der Universität von Kalifornien und mehreren anderen Hochschulen vor, zu wenig gegen Antisemitismus unternommen zu haben, insbesondere während der landesweiten Proteste zum Krieg im Gazastreifen.
James Milliken, Präsident des Hochschulverbunds University of California, bestätigte den Eingang der Klage. Er warnte: Die Forderung von umgerechnet 860 Millionen Euro „würde den Hochschulverbund komplett vernichten“.
Über die Universitäten hinaus wäre ganz Kalifornien betroffen, denn die Bürger seien auf die „wichtige Arbeit von UCLA und dem UC-System“ angewiesen – etwa bei „Technologien und medizinischen Therapien, die Leben retten, die US-Wirtschaft wachsen lassen und unsere nationale Sicherheit schützen“.
Gouverneur kündigt Gegenwehr an
Der öffentliche Uni-Verbund University of California betreibt zehn Hochschulen im Bundesstaat Kalifornien; sie gehören zu den besten der USA. Zu den bekanntesten zählen UC Berkeley bei San Francisco und UCLA in Los Angeles.
Die Regierung liegt auch mit der Harvard University im Dauerstreit, der vielleicht berühmtesten Universität der Welt. Im Juli zahlte die Columbia University in New York nach ähnlichen Vorwürfen 220 Millionen Dollar – doch die Forderung an UCLA ist fast fünfmal so hoch.
Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom kündigte juristische Gegenwehr an. Bei einer Pressekonferenz sagte er: „Wir werden klagen.“ Dem Präsidenten warf er vor, die akademische Freiheit unterdrücken zu wollen.