Vor wenigen Tagen haben sie Fußball-Deutschland mit ihren Auftritten bei den Europameisterschaften begeistert. Said El Mala (18) schied mit der U19 des DFB mit 5:6 im Halbfinale gegen Spanien aus, Eric Martel und Jan Thielmann (23) standen mit der U21 im Finale (2:3 gegen England).
Die ersten Wochen der FC-Vorbereitung verpassten sie, jetzt greifen sie im Trainingslager in Österreich (Bad Waltersdorf) erstmals ins Kölner Geschehen ein. Hinzu kommt mit Sebastian Sebulonson (25) ein weiterer Neuzugang.
1. FC Köln: Situation bei Martel festgefahren
Trainer Lukas Kwasniok ist begeistert, denn für ihn hat die Mannschaft nun ein neues Gesicht und die Entwicklung beginnt so richtig: „Toll, dass der Sebulonson-Transfer dann auch geklappt hat, weil die Integration dann einfach leichter fällt. Dann kristallisiert sich automatisch eine gewisse Hierarchie heraus und sie verändert sich wahrscheinlich auch im Gegensatz zur vergangenen Saison. Das liegt in der Natur der Sache. Die einen kämpfen um ihren Platz, die anderen wollen ihn behalten.“
Vor allem bei den Kölner DFB-Jungs sieht der Coach, was er sehen will: „Energie, Energie, Hunger! Die haben halt Bock auf Fußball. Und das ist im Endeffekt die Eintrittskarte. Ich habe das den Jungs auch klar gesagt und hoffe, dass das noch klarer wird bei dem einen oder anderen. Du kannst der beste Schwimmer der Welt sein, wenn du deinen Eintritt nicht bezahlst, dann hast du nicht die Möglichkeit, das Schwimmbecken zu betreten. Da kannst du nicht zeigen, was du drauf hast. Bei mir ist die Einlasskarte Bereitschaft, Bereitschaft, Bereitschaft. Der Hunger, das ist der kleinste gemeinsame Nenner. Der ist unverzichtbar, der ist auch unverhandelbar.“
Doch ob Martel tatsächlich ein Führungsspieler in der neuen FC-Mannschaft wird, entscheidet sich in den nächsten Wochen. Der FC will eigentlich nicht mit ihm ins letzte Vertragsjahr gehen, Martel will nicht vorzeitig über 2026 hinaus verlängern.
Die Situation scheint aktuell festgefahren. Beim FC wird nun abgewartet, welche konkreten Angebote für Martel reinkommen, bei einem möglichen Verkauf hat man eine Schmerzgrenze. Sollte ein Klub an die zehn Millionen Euro bieten, würde man den variabel einsetzbaren Defensivspezialisten verkaufen. Bei einem Angebot von vier Millionen Euro würde man ihn dagegen eher behalten.
