Mit Maximilian Wöber (27/Leeds) hat Werder Anfang Juli endlich den ersten Neuzugang präsentiert. Der Österreicher (31 Länderspiele) ist bis zum Saisonende mit Kauf-Option von Premier-League-Aufsteiger Leeds ausgeliehen, soll die Bremer Defensive verstärken.
Bemerkenswert: Der flexible Innenverteidiger verzichtet trotz Länderspiel-Reise im Juni auf einen Teil des Urlaubs, steigt sofort bei Werder ein. Wöber setzt eine Tradition fort, die 1979 mit dem Transfer von Gerhard Steinkogler (heute 65) vom Grazer AK an die Weser begann. Wöber ist der bis heute 15. Spieler der Alpen-Nation, der für die Bremer aufläuft.
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Manager Clemens Fritz (44) zu BILD: „Wir haben in der Vergangenheit gute Erfahrungen mit Österreichern gemacht. Die Integration ist aufgrund der Sprache natürlich etwas einfacher. Die Mentalität ist ähnlich, auch umstellen müssen sich die Jungs in der Regel nicht groß.“
Ein spezielles Konzept steckt nicht dahinter. Aber einfach eine Erfolgsgeschichte, die Neuzugänge aus dem Schnitzel-Land weiterschreiben sollen.
Steinkogler, Pezzey (†39), Herzog, Pfeifenberger, Harnik, Prödl, Arnautovic, Junuzovic, Strebinger, Grillitsch, Kainz, Friedl, Schmid, Grüll und nun eben als 15. Spieler Wöber. Bemerkenswert oft waren es Spieler, die bei Werder gut funktionierten. Vor allem Andreas Herzog machte sich als Top-Spieler einen Namen.
Wöber nennt bei den Klub-Medien als Erklärung einen Grund: „Das familiäre Klima. Wenn wir Österreicher den Wohlfühlfaktor spüren, können wir am besten performen. Deshalb war Werder immer eine gute Anlaufstelle.“
Ob nach dem Transferschluss mit Schmid, Grüll, Friedl und eben Wöber tatsächlich vier Österreicher die Saison bis zum Ende bestreiten, bleibt abzuwarten. Schließlich ist Romano Schmid (25) Wechselkandidat, auch wenn aktuell kein Top-Angebot auf dem Tisch liegt.
Fritz: „Stand jetzt gehe ich davon aus, dass alle vier bleiben. Wenn aber etwas Interessantes hereinkommt, setzen wir uns an einen Tisch.“